Modul 5

Update Neurorehabilitation -Was gibt es Neues in Befundung und Behandlung nach Schlaganfall?

Dauer: 3 Tage
Tag 1: 09:00 bis 18:00 Uhr
Tag 2: 09:00 bis 17:00 Uhr
Tag 3: 09:00 bis 16:00 Uhr

Zielgruppe:
Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Ärzte, sowie
andere medizinische Berufsgruppen

Für ergo- und physiotherapeutische Verfahren wird zunehmend gefordert, dass sie evidenzbasiert sind und die Wirksamkeit der eingesetzten Maßnahmen durch wissenschaftliche Studien überprüft und belegt ist. Auf Grund vorliegender Wirksamkeitsstudien und unter Berücksichtigung der Erkenntnisse zum motorischen Lernen haben sich viele moderne Konzeptionen entwickelt. Diese Fortbildung zeigt den Teilnehmern in einen umfassenden Überblick deutlich, dass es in der Neurorehabilitation viele neue, wirksame und praktikable Therapieverfahren gibt. Diese haben sowohl als Einzelverfahren als auch parallel oder sich gegenseitig ergänzend eine hohe klinische Berechtigung im stationären wie auch ambulanten Bereich. Die Teilnehmer können daraufhin Entscheidungshilfen über die klinische Versorgung ihrer Patienten und eigener therapeutischen Interventionen und Strukturen ableiten. Das Seminar vermittelt ebenso Assessment- verfahren, um den jeweiligen Stand der funktionellen Fähigkeiten mit standardisierten klinischen Bewertungsmethoden zu erfassen. Die Klassifikationsebenen der “Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit und Behinderung” (ICF) mit seinen drei Hauptebenen dienen dabei als Maßgabe.

Inhalte:*
• ICF Modell mit den 3 Klassifikationsebenen, praktische Bedeutung für die Rehabilitation
• Einführung in wissenschaftlichen Arbeiten und Umsetzung in die Praxis, Evidenzklassen und -ebenen
• Übersicht Assessments: Ashwort- und Tardieu Skala, Berg – Balance Scale, Wolf Motor Function Test und Modifizierungen, Nine hole peg Test, Action Research Arm Test, Box and Block Test, Assessment- Sticks für caudale Subluxationen (Patientenbeispiele und Videos), Kurzvorstellung ICF Assessment- und Therapiebox
• Assessments: Kraftdosierung, Kraft, Tonuskontrolle und aktive Gelenkbewegung mit Verlaufsdiagrammen
in der computergestützten Rehabilitation (Workshop)
• Übersicht und Einführung in das motorische Lernen, motor relearning – Konzepte,
• Repetitives Handfunktionstraining (Patientenbeispiele, Videos)
• Bilaterales und bilaterales symmetrisches Training (Patientenvideos)
• Aufgabenorientiertes Training (Patientenbeispiele, Videos)
• Constraint – lnduced MovementTherapy und modifizierte Formen mit Workshop für Restriktionsbandage (Patientenbeispiele)
• Spiegeltherapie in der Neurorehabilitation
• Mentales Training (mental imagery), Bewegungsbeobachtung, Videotherapie (auch im Eigentraining)
•Videotherapie/Bewegungsbeobachtung mit DVD-Beispielen
• ausgewählte Robotik- und Computergestützte Rehabilitation für obere und untere Extremitäten sowie posturale Kontrolle und Balance inklusive Assessment und Therapiedokumentation (Patientenvideos, Workshop)
• Virtual realityTherapie (Patientenbeispiele, Videos)
• Zirkeltraining, Gerätegestütztes Armzirkeltraining (GAT) mit Alltagstransfer
• Funktionelle Elektrostimulation untere und obere Extremitäten (Patientenbeispiele, Workshop)
• NEURO – LUX: signifikante Vermeidung des Schulter – Hand – Syndroms CRPS Type 1 (Workshop)
• Eigentraining mit intermittierender Supervision, Schwerpunkt Heimprogramme